Geboren bin ich 1986 in West-Berlin und lebte dort bis 1993 in Berlin-Frohnau (Bezirk Reinickendorf).
Doch der Trubel in der Stadt wurde uns zu gross. Schliesslich liessen wir uns in der Gemeinde Malente nieder und bauten dort 93 ein Haus.
Ueber die Jahre habe ich mich hier gut eingelebt.

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Marcel Rene Klapschus
02. Juni 1986 (Berlin-Neukoelln)
Zwilling
Freunde, Kino, Romane schreiben, Disco
Soweit die Fuesse tragen, Battle Royale, Blood Diamond
VNV Nation, Colony 5, Solitary Experiments, SITD, Shakira
Koushun Takami - Battle Royale

Archive for Dezember, 2008

Posted by Battlefox on Dezember 7, 2008

(K)ein Quantum Trost

 Winterzeit ist Kinozeit. Zeit für ein kleines Review, über die für mich größte Kinoenttäuschung des Jahres 2008:

Der neue Bond “Ein Quantum Trost” bricht alle Verkaufsrekorde. Eigentlich kein Wunder. Wer den Namen “James Bond” hört, der fackelt nicht lange und reserviert im Kino gleich mal vor. Nach dem mehr als guten “Casino Royale” vor zwei Jahren habe ich ebenfalls nicht lange überlegt und mir den Film noch am 2. Vorführungstag angesehen. Eine Entscheidung, die ich mittlerweile bitter bereuht habe.

Ein “Quantum Trost” ist schnell, beeindruckend und modern. Das klingt ansprechend, trifft aber auch auf gut 90% aller anderen Actionfilme zu, die jährlich über die Leinwände flimmern. Unter “modern” versteht der Regisseur offenbar nur eins: Schnelle Schnitte und wackelige Nahaufnahmen. Von der ersten Verfolgungsjagd bekommt man also nur das Auspuffrohr, Bonds Nase und etwas Unlkraut am Wegesrand zu sehen. Das alles im fliegenden Wechsel. Vom “Bondauto” selbst sieht man nicht viel. Vielleicht auch besser so, denn die so raffiniert ausgestatteten Aston Martin oder BMW Schlitten der vorherigen Bonds sucht man hier vergebens.
Was kommt nach der wilden Verfolgungsjagd? Eine weitere Verfolgungsjagd, dabei wechselt Bond natürlich in nur einem Schnitt zwischen zwei Kontinenten. Spätestens in der zweiten Hälfte des Films hat man sowieso den Überblick verloren auf welchem Teil der Welt, Bond sich denn nun befindet. Genauso wie die legendären Bondautos, ist auch jeglicher Humor von Bond verschwunden. Auch die “Bad Guys” wirken wie unwichtige Statisten und spielen im Film, genauso wie der Name “Quantum”, so gut wie keine Rolle. Im Mittelpunkt steht Bond und sein Frust über die getötete Geliebte. Mit dem charmanten Bond hat das nichts mehr zu tun. Was der Zuschauer zu sehen bekommt ist ein 90 Minütiger Amoklauf, der nichteinmal eine interessante Story zu bieten hat.

Fazit: Kein Bondhumor, kein Bondcar, kein Bondgirl, kein Bondcharme, eine billige Story, übertriebene Schnittwechsel haben aus dem neuen Bondfilm einen durchschnittlichen Actionfilm gemacht, der Ian Flemmings Figur in keinster Weise gerecht wird. Hätte man Rambo die Hauptrolle gegeben, das Drehbuch hätte kaum geändert werden müssen. Die Kritiker loben “Bond ist endlich im 21. Jh angekommen”, “Bond wirkt viel menschlicher”.  Schöne Worte, aber jeder wahre Bondfan wird bestätigen können, dass dieser “moderne Bond” wirklich alles verkörpert, nur nicht mehr das Original. Der Mythos ist zerstört. Es bleibt zu hoffen, dass Bond wieder zurück zu seinen Wurzeln findet.

Mein Urteil:  4 von 10 Punkten.